Vampire

Literatur ist – wie jeder weiß – wie alles andere auch heftigen Schwankungen unterlegen. Ich möchte beinahe von “Stimmungsschwankungen” sprechen. Und ganz besonders trifft das auf das Thema “Vampire” zu.

Als ich um das Jahr 2000 herum begonnen habe, über Vampire zu schreiben, hat das Thema keine besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nicht mehr, als alle anderen fantastischen oder urban fantastischen Themen auch.

Dann später, vielleicht gegen 2008 – waren plötzlich alle ganz verrückt nach Vampiren. Die Buchhandlungen waren kurze Zeit später überschämmt von Vampirromanen (und sind es auch heute noch). Jeder wollte sie, ziemlich gleich, worum es hinter der “Vampirfassade” ging. Meine damaligen Prosa-Geschichten haben nie mehr Klicks bekommen.

Inzwischen haben viele das Thema Vampire satt – oder verbinden es mit kitschigen Liebesromanen, was natürlich der Fall sein kann, aber lange nicht der Fall sein muss.
Kaum gibt man vor einer Gruppe von Menschen bekannt, dass die ein oder andere Geschichte oder auch das ein oder andere neue Hörspiel von Vampiren handelt, schon darf man den nächsten blöden Spruch mit einem Strich im Kalender markieren.
“Bitte nicht noch mehr Twilight”.
Bram Stokers Dracula kennt heute ja auch kein Mensch.

Sei’s wies sei und wie es ist: Ich werde auch in fünf Jahren noch über Vampire schreiben. Vielleicht sind sie als Thema dann wieder völlig uninteressant. Und auch in 10 Jahren. Vielleicht sind sie dann wieder in.

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